Schneller durch die Sicherheitskontrolle
Von Elaine · Stand: · 5 Min. Lesezeit

Inhalt · 8 Abschnitte
Flug gebucht und online eingecheckt: Alles, was jetzt zwischen euch und dem Abflug steht, ist die Sicherheitskontrolle. Vor allem während der Ferien bildet sich genau hier die längste Schlange. Wir haben die besten Tipps zusammengefasst, damit ihr schnell durch den Sicherheits-Check kommt.
Checkliste: In 7 Schritten schnell durch die Kontrolle
- Clever packen – Metall, Elektronik und Flüssigkeiten griffbereit, nicht ganz unten im Rucksack
- Elektronik & Kamera-Equipment separat aufs Band – Laptop, Tablet, Akkupacks, Gimbals, Objektive
- Flüssigkeiten in den durchsichtigen 1-Liter-Beutel – max. 100 ml pro Behälter (Ausnahmen an einzelnen CT-Scanner-Spuren, siehe unten)
- Metall am Körper vorher ablegen – Gürtel, Schmuck, Uhr, Schlüssel schon vor dem Band einstecken
- Passende Kleidung/Schuhe – leicht auszuziehen, Socken für Ganzkörperscanner dabei
- Ruhig bleiben, nicht diskutieren – Kontrollen ohne Widerrede beschleunigen den Ablauf
- Vorab informieren – länderspezifische Verbote (Drohnen, E-Zigaretten etc.) vorher prüfen
Die Details zu jedem Punkt findet ihr im Folgenden.
1. Clever packen
Vorbereitung ist die halbe Miete. Packt alles gut sortiert in Rucksäcke, eure Jackentasche oder in Packing Cubes (das sind separate Taschen als Einlage in Rucksäcken oder Koffern). Vor allem die Gegenstände, die ihr nah am Körper tragt, solltet ihr schnell verstauen können – eure Geldbörse, das Smartphone, die Uhr, ein Schlüssel oder auch euer Gürtel und Schmuck. Bestenfalls haben auch alle Taschen einen Reißverschluss, damit nichts verloren geht. Vor dem Scanner braucht ihr dann nur noch eure Jacke bzw. eure Tasche auf das Band zu legen und kommt so organisiert schnell durch die Kontrolle.
2. Seltsame Gegenstände gesondert auf das Band legen
Dass ihr einen Laptop oder ein Tablet separat auf das Sicherheitsband legen müsst, ist bekannt. Doch auch mit Gegenständen wie großen Akkupacks oder Kamera-Equipment wie Gimbals, Objektiven oder Mikrofonen könnt ihr die Sicherheitsbeamten aufhalten. Diese Gegenstände sehen unter einem Röntgenscanner mysteriös aus oder verdecken die Sicht auf darunterliegende Gegenstände in eurem Gepäck. Legt diese Items gesondert aufs Band und spart euch so möglicherweise eine erweiterte Kontrolle.
Tipp: Habt ihr immer ein Taschenmesser, zum Beispiel am Schlüsselbund, dabei? Dieses darf nicht mit an Bord genommen werden. Messer oder andere gefährliche (nicht explosive) Gegenstände dürft ihr allenfalls im aufgegebenen Gepäck mitnehmen. Beachtet hier vor allem die Listen der verbotenen Gegenstände der jeweiligen Airline.
3. Flüssigkeiten müssen in einen Extra-Beutel
Da es sich bei Flüssigkeiten grundsätzlich um potenziell gefährliche Stoffe handeln könnte, müssen diese separat verpackt werden. Die Faustregel: maximal 1 Liter Flüssigkeit an Bord, aufgeteilt auf Behälter mit jeweils höchstens 100 ml. Diese Behälter müssen dann in einen sicher verschließbaren, durchsichtigen Beutel, bestenfalls mit Reißverschluss. Falls ihr euch unsicher seid, ob etwas als Flüssigkeit zählt (zum Beispiel Erdnussmus), behandelt es sicherheitshalber wie eine Flüssigkeit.
Neu seit 2026 – Ausnahme an einzelnen Flughäfen: Manche Flughäfen setzen inzwischen moderne CT-Scanner ein, die Flüssigkeiten dreidimensional durchleuchten können. An den entsprechenden Kontrollspuren dürfen dort Behälter bis zu 2 Liter mitgeführt werden, ganz ohne den 1-Liter-Beutel. Das gilt aber nur an einzelnen Spuren, nicht flächendeckend – ihr wisst vorher meist nicht, an welcher Spur ihr landet. Zürich (ab 26.6.2026, nur für lokal abfliegende Passagiere) und Wien (ab 4.7.2026) haben zum Beispiel schon umgestellt, Rom-Fiumicino ist bereits komplett auf neue CT-Scanner umgerüstet. In Deutschland sind Frankfurt, München und Berlin-Brandenburg teilweise ausgestattet, empfehlen aber selbst, sich vorsichtshalber weiter an die 100-ml-Regel zu halten.
Unser Tipp: Packt eure Flüssigkeiten weiterhin nach der klassischen 100-ml-Regel, solange ihr nicht sicher wisst, dass euer Flughafen und eure Kontrollspur schon vollständig umgerüstet sind – das kostet euch nichts und ihr vermeidet Diskussionen an der Kontrolle.
Tipp: Getränke nach der Sicherheitskontrolle sind teuer. Sehr viele Flughäfen haben jedoch kostenlose Wasserspender aufgestellt. Nehmt euch eine leere, wiederbefüllbare Flasche mit und füllt sie vor dem Abflug auf.

Maximal 1 Liter an Flüssigkeiten, aufgeteilt auf je 100 ml. Waffen und Messer – auch als Taschenmesser am Schlüsselbund – gehören nicht ins Handgepäck.
4. Klamotten für schnelles Aus- und Anziehen
Vor dem Metalldetektor müsst ihr alle metallischen Gegenstände ablegen (siehe Punkt 1: Clever packen). Bestenfalls habt ihr so wenig wie möglich aus Metall an euch. Vielleicht tragt ihr eine Jogginghose, die mit Kordeln zugemacht wird und gar keinen Gürtel benötigt. Vielflieger tragen sogar Gürtel, deren Verschluss aus Kunststoff gefertigt ist.
Tipp für Ganzkörperscanner: Ganzkörperscanner findet ihr vor allem bei der Einreise in die USA. Dabei müsst ihr auch eure Schuhe ausziehen. Wir empfehlen wärmstens, dass ihr Socken an oder bei euch habt. Als Alternative empfehlen sich auch Einweg-Schuhüberzieher – aus Hygienegründen sollten die Füße nicht direkt den Boden berühren, durch den täglich Tausende Menschen laufen.
5. Nicht diskutieren
Viele Sicherheitsbeamte verstehen tatsächlich keinen Spaß (oder Dad-Jokes). Manchmal werdet ihr auch nur herausgezogen, weil eine gewisse Stichproben-Quote erfüllt werden muss. So oder so: Diskutieren beschleunigt die Kontrolle nicht (im schlimmsten Fall verlängert es sie sogar).
6. Vorab informieren
Informiert euch vorab beim Auswärtigen Amt und den Websites der Einreisebehörden des Ziellandes, was ihr mitbringen dürft und was nicht. Beispielsweise ist es ohne Genehmigung nicht erlaubt, Flugdrohnen nach Ägypten mitzubringen. Manche asiatische Länder schränken E-Zigaretten oder bestimmte Elektronikgeräte ein oder verbieten sie ganz. Prüft zusätzlich die Vorgaben eurer Airline, da es dort teils abweichende oder zusätzliche Regeln geben kann (z. B. zu bestimmten Akkus oder Elektrogeräten mit erhöhtem Risiko).
7. Rechtzeitig da sein, aber auch nicht übertreiben
So oder so solltet ihr einige Stunden – erst recht in Ferienzeiten – vor Abflug am Flughafen sein. Doch auch das hat Grenzen: In einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az. 1 U 220/20) bekamen zwei Klägerinnen recht, die sich drei Stunden vor Abflug eingecheckt hatten – bei einer vom Flughafen empfohlenen Zeit von zwei Stunden. Weil die Sicherheitskontrolle zu langsam war, verpassten sie ihren Flug und mussten Ersatzflüge sowie eine Übernachtung buchen. Beide bekamen vor Gericht recht. Ihr müsst euch also nicht mit einer “beliebigen Dauer” am Flughafen zufriedengeben, solange ihr den Empfehlungen gefolgt seid.
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