Die besten Fotospots auf Mallorca

Ich nehme euch mit auf eine Reise einmal rund um die Insel. Neben steilen Klippen, uralten Tropfsteinhöhlen und verwunschenen Bergdörfern zeige ich euch, dass Mallorca nicht nur aus Ballermann und Platja de Palma besteht, sondern weitaus mehr zu bieten hat. Die kurze Flugzeit von gerade mal 2 Stunden und abwechslungsreiche Flora & Fauna machen die Insel zu einem Eldorado für Fotografen jeder Art. Egal, ob malerische Dörfer, tolle Landschaften und artenreiche Tierwelt: Jeder kommt auf seine Kosten!

...einmal um die Insel

Fernab von Ballermann und der Hauptstadt geht es auf eine Rundreise über die Insel. In Kombination mit der Foto-Reise findet vom 12. bis zum 25. November 2019 eine Instagram-Challenge statt. 

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Vorbereitung - was kommt alles mit?

Zuallererst geht es darum, geeignete Fotospots zu finden. Für Recherchen eignen sich hier vor allem Instagram und diverse andere Fotoplattformen sowie soziale Netzwerke wie z. B. 500px, Behance etc. Auch der Austausch mit anderen Fotografen, welche die Destination schon vorher besucht haben, kann oft gute Tipps mit sich bringen. Habe ich einen interessanten Spot gefunden, speichere ich diesen umgehend in Google Maps ab. Hat man sich einmal einen Account angelegt, kann man mithilfe dieses Tools eine umfangreiche Datenbank mit Spots anlegen und diese sogar in Listen aufteilen. Bei mir heißen diese z. B. Burgen, Wasserfälle, Städte etc.

Ich bevorzuge es, immer so leicht und einfach wie möglich zu reisen. Deswegen wird mein Fotorucksack egal, ob es für ein Wochenende zu Fuß oder für eine Woche mit dem Flugzeug auf Reisen geht, fast immer identisch gepackt. Gerade bei Reisen mit dem Flugzeug ist es wichtig, dass das gesamte Equipment in den Rucksack passt und auch nicht die Handgepäckbestimmungen verletzt.

Packliste Rucksack

  • 1 x Kamera Body Nikon D850 oder Z7, 2 x Objektive Nikon 24-70/2.8 & das 70-200/2.8,
  • 1 x Telekonverter TC-20E
  • 1 x Drohne DJI Mavic Pro inkl. Fernbedienung und 2 extra Batterien
  • Zubehör wie 2 extra Akkus, 2 Speicherkarten und ein Mikrofasertuch fürs Objektiv
  • First-Aid Kit
  • Ebenso immer mit an „Board“ ist eine Stirnlampe und ein frisches Paar Socken.

Die Top-Spots auf der Insel

1) Mirador Es Colomer - die Aussichtsplattform mit Blick aufs Kap Formentor

Von diesem spektakulären Aussichtspunkt im Norden der Insel hat man einen atemberaubenden Blick aufs Nordkap und die umliegenden Steilklippen. Für Fotografen und auch jene, die nur die Aussicht genießen möchten, einer der „Must-see“ Sonnenuntergangspots auf der Insel. Ich bin ganz nach vorne gelaufen, um den besten Blick aufs Kap Formentor zu bekommen. Da sich die Steilklippen rechts von einem befinden, werden diese toll von der Sonne angestrahlt, kurz bevor sie im Westen untergeht.

Fototipp für Sonnenuntergänge:

Um einen Sonnenuntergang optimal zu fotografieren, solltet ihr eine Kamera mit komplett manuellen Einstellungsmöglichkeiten nutzen. Verwendet, wenn möglich ein Stativ, um die beste Bildqualität zu erreichen. Mit einem Blendenwert von f/8 erhaltet ihr eine durchgängige Schärfe im Bild. Tipp: Meist ist es sinnvoll das Bild unterbelichtet aufzunehmen. So ist zwar die Landschaft sehr dunkel, jedoch werden die Farben im Himmel optimal herausgestellt. Die Landschaft kann in der Nachbearbeitung wieder aufgehellt werden.

Mallorca Kap Formentor
Kap Formentor

2) Idyllische Bergdörfer im Norden

Valldemossa, Deia, Fornalutx – Neben all der Natur, die Mallorca zu bieten hat, geben diese Orte vor allem einen tollen Einblick in die Kultur der Mallorquiner. Ich bin teils stundenlang durch die engen Gassen geschlendert und habe Ausschau nach schönen Motiven und Perspektiven gehalten. Durch die geringe Entfernung von Ort zu Ort, bietet es sich auf jeden Fall an, gleich alle drei an einem Tag zu besuchen. 

Fototipp:

Die schönen engen Gassen lassen sich am besten im frühen Morgen- und spätem Abendlicht oder bei bedecktem Himmel fotografieren. Bei heller Mittagssonne kann es sein, dass das Licht zu hart ist und die Häuser unschöne Schatten werfen. Ebenso würde ich dazu raten, ein Objektiv mit einer möglichst geringen Brennweite zum Einsatz zu bringen. Mit einer Weitwinkellinse bekommt ihr mehr Motiv auf’s Bild und gerade in den engen und verwinkelten Gassen hat man oft nicht viel Spielraum, um sich andere Perspektiven zu suchen. Sollte die Brennweite dennoch nicht ausreichen, gehe ich wie folgt vor: Ich mache mehrere Aufnahmen und füge diese anschließend mit Lightroom zu einem Bild zusammen.

3) Cuevas del Drach – beeindruckende Tropfsteinhöhlen im Osten der Insel

Wenn auch sehr touristisch und teils überlaufen, waren die Drach-Höhlen definitiv ein weiteres Highlight auf meiner Reise. Bereits im Mittelalter bekannt, wurden sie im Jahre 1880 von M. F. Will und 1896 von E. A. Martel erforscht. Der letztere entdeckte den See, der seinen Namen trägt. Zwischen 1922 und 1935 wurden die Höhlen für Besucher vorbereitet. Es
wurde ein neuer Eingang gebaut, Wege und Treppen gelegt und ein vom Ingenieur Buigas entworfenes elektrisches Beleuchtungssystem installiert. Die Tour der ca. 1200 Meter langen Höhle dauert etwa eine Stunde und beinhaltet ein Konzert mit klassischer Musik und eine Bootsfahrt auf dem Lago Martel. Das Fotografieren während der Tour ist zwar gestattet, gestaltet sich allerdings schwierig, da es nicht erlaubt ist mit Stativ oder Blitzlicht zu knipsen.

Hier befindet sich die Höhle.

Innerhalb der Höhle fotografieren:

Nachdem es in den Höhlen sehr dunkel geworden ist, würde man hier natürlich normalerweise ein Stativ verwenden um eine verwacklungsfreie Langzeitbelichtung machen zu können. Da ich kein Stativ zur Hand hatte, musste ich eine Einstellung finden, bei der ich trotzdem noch möglichst verwacklungsfrei aus der Hand fotografieren konnte, aber dennoch genug Licht in die Kamera gelangt. Bei mir waren das nach ein wenig Probieren die folgenden Settings: 24mm / f2.8 / ISO2000 / 1/25 Sek. An manchen Stellen habe ich versucht die Kamera auf dem Geländer aufzulegen und somit zu stabilisieren, was gut funktioniert hat. Dies ist allerdings nicht immer möglich. Gerade wenn ich nach oben in Richtung Decke fotografieren wollte, um eine coole Perspektive der unzähligen nach unten zeigenden Tropfsteine (Stalaktiten) zu bekommen.

4) Heißluftballon-Fahrt in den mallorquinischen Sonnenuntergang

Auf Mallorca kann man unzählig viele Aktivitäten machen. Eine Fahrt mit dem Heißluftballon ist aber gerade für diejenigen, welche die Insel mal aus der Luft aus betrachten möchten, ein ganz besonderes Erlebnis. Gerade das weiche Licht zum Sonnenauf- und untergang zaubert eine ganze besondere Magie ins Land. Aus der Luft hat man einen tollen Rundumblick und kann herrliche Fotos von der umliegenden Landschaft machen.

Fototipp:

Auch wenn man in der Landschaftsfotografie sehr häufig ein Weitwinkelobjektiv zum Einsatz bringt, kann ich nur empfehlen, öfter auch mal ein Objektiv mit längerer Brennweite zu verwenden. Ein Teleobjektiv erlaubt es einem näher in die Landschaft zu zoomen und somit ergeben sich oft ganz andere, interessante Perspektiven und Looks. Achtung: Nachdem der Ballon ständig in Bewegung ist, empfiehlt es sich mit einer teils sehr kurzen Verschlusszeit zu arbeiten, um ein scharfes Foto zu bekommen und die Bewegung auszugleichen.

"Aus der Luft kann man herrliche Fotos machen!"

Moners

5) Talaia dÁlbercutx – alter Wachturm mit Traumpanorama

Der Wachturm von Albercutx. Auf 380 Metern Höhe gelegen war dieser Wachturm, der aus dem späten sechzehnten Jahrhundert stammt, einer der Haupt-Überwachungspunkte gegenüber der kontinuierlichen Bedrohung durch die Piraten. Wer sich überwinden kann, die schmalen Eisenstiege ganz nach oben zu klettern, hat einen atemberaubenden Blick aufs Kap Formentor, die kleine Insel Colomer, die Bucht von Pollenca und vieles mehr. Ich konnte an diesem Morgen meine Höhenangst überwinden und wurde mit einem grandiosen Sonnenaufgang und einer noch besseren Aussicht belohnt.

Fototipp:

Gerade wegen seiner Lage und dem atemberaubenden Blick nach Osten auf Kap ist dieser Spot für mich einer der eindrücklichsten Spots um einen perfekten Sonnenaufgang auf der Insel erleben zu können. Auch für diejenigen, die nicht auf Wachturm klettern
bietet sich ein grandioser Blick. Die vielen Büsche und Sträucher eignen sich super dafür, um sie als Vordergrund für die Fotos zu verwenden. Mit einer dezent eingesetzten Unschärfe (Störobjekte) lässt sich ein Foto oft noch ansprechender gestalten. Auch finde ich es oft mal cool, konträr den Empfehlungen vieler Lehrbücher zu arbeiten und mit möglichst offener Blende direkt gegen die Sonne zu fotografieren. Durch die offene Blende kommt sehr viel Licht in die Kamera und das Licht der Sonne wirkt sehr weich. 

Eine Reise geht zu Ende

Die Zeit ist leider wie so oft viel zu schnell vergangen und ich konnte deswegen nur einen kleinen Teil der Spots fotografieren, die ich mir zu Anfang gespeichert und vorgenommen hatte. Alles im Allem hat mich Mallorca keineswegs enttäuscht und ich konnte trotz meiner kurzen Zeit auf der Insel super viele und vor allem abwechslungsreiche Motive vor meine Linse bekommen. Es wird definitiv nicht mein letzter Trip gewesen sein.

Unser Travel Insighter:
Patrick Monatsberger
(@moners)

Mein Name ist Patrick Monatsberger (@moners). Ich bin Landschafts- und Tierfotograf aus dem Nürnberger Land. Mit der Fränkischen Schweiz habe ich eine der attraktivsten Outdoor-Regionen direkt vor meiner Haustüre. Schon als Kind haben mich meine Eltern zum Wandern und Fotografieren mit in die Berge genommen und seither wächst meine Begeisterung dafür stetig an. Vor 3 Jahren habe ich mein Hobby – die Fotografie – zum Beruf gemacht und versuche nun jede freie Minute in der Natur zu verbringen und einzigartige Momente mit meiner Kamera festzuhalten.

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