Die schönste Insel im Mittelmeer

Sardinien

Entspannter Familienurlaub

Auf halbem Weg zwischen Italien und der afrikanischen Küste liegt die Insel Sardinien. Bekannt für seine spektakulären Strände und seine dünn besiedelte Küste, ist Sardinien der perfekte Ort für einen entspannten Familienurlaub.

Weniger überlaufen und einladender als viele Urlaubsorte am Mittelmeer hat Sardinien nur wenige Großstädte und die Besucher verteilen sich, abgesehen von einigen Hotspots, angenehm über die abwechslungsreiche Insel. Genießt den Duft von warmer Seeluft und Sonnencreme auf der Haut, besorgt euch einen Hut mit breiter Krempe, ein Leinenhemd und Shorts und lasst euch vom sardischen Lifestyle verzaubern.

Die beste Reisezeit, um nach Sardinien zu fliegen

Es gibt eigentlich keine beste Zeit, um die warme Sonne Sardiniens auf der Haut zu spüren. Wenn ihr Sonnengarantie wollt, dann empfehlen wir euch die Monate zwischen spätem Frühjahr und Anfang November. Der August ist sehr heiß und – da dann traditionell alle Italiener aus den Städten an die Küsten und auf die Inseln flüchten – auch sehr voll.

Unser Tipp

Reist in der ersten Juliwoche und besucht L’Ardia di San Costantino zu Ehren des Sieges von Kaiser Konstantin dem Großen (Costantino il Grande) über seinen Rivalen Maxentius im Jahr 312 in Rom. Das traditionelle Fest, bei dem sich tollkühne Reiter auf ihren treuen Rossen miteinander messen, vereint Pferderennen und religiöse Pilgerfahrt.

Wer was sehen möchte, braucht einen Mietwagen

Sardinien ist groß und wenn ihr euch etwas umschauen wollt, kommt ihr um einen Mietwagen nicht herum. Bei den meisten Autovermietungen könnt ihr Sitze für Kleinkinder und Kinder (in der Regel gegen eine Tagesgebühr) erhalten. Dies solltet ihr aber rechtzeitig erfragen, damit ihr vor Ort keine Überraschung erlebt.

Türkis schimmernde Buchten entlang der Costa Smeralda

Felsen an der Costa Smeralda

Die Costa Smeralda, die smaragdgrüne Küste, liegt im Nordosten von Sardinien und erstreckt sich über 55 Kilometer. Hier findet ihr viele kleine Strände, karibisches Wasser und traumhafte Buchten. Weil die Küste so beliebt ist, empfiehlt es sich, schon gegen 9 Uhr vor Ort zu sein, da sich die Strände sehr schnell füllen und nicht selten bereits um 10 Uhr rappelvoll sind – das Gleiche gilt für die Parkplätze. Das war nicht immer so: Der zerklüftete Küstenstreifen, der früher Monti di Mola (Mühlstein-Berge) hieß, wurde 1950 von Kapitalanlegern erworben und plakativ umbenannt. Über die Jahre wurde viel Geld investiert und die Costa Smeralda spielte in einer Liga mit mondänen Orten wie Monaco und der Côte d’Azur. Schon bald kamen Stars und Sternchen aus aller Welt, um ihren Urlaub hier zu verbringen. Heute ist das Promi-Fieber weitestgehend kuriert, was geblieben ist, ist der Glanz des türkisblauen Wassers.

Sieben Ausflugsziele, die nicht nur den Kleinen Spaß machen

1. Piazzetta San Marco

Wer Lust auf etwas Luxus und internationales Flair hat, sollte einen Teil seines Urlaubs im Port Rotondo, dem Runden Hafen im Nord-Osten der Insel, verbringen. Die Piazzetta San Marco ist dort seit Jahrhunderten das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und ein hervorragender Ort, um Prominente zu entdecken.

2. Zu Besuch in Neptuns Grotte

Die Neptungrotte (Grotta di Nettuno) im Nordwesten der Insel, eine der größten Meereshöhlen Italiens, ist vor etwa zwei Millionen Jahren entstanden. Von der Stadt Alghero aus fährt euch eine Fähre (nur bei ruhiger See) entlang der Steilküste direkt dorthin. Im Inneren säumen Stalaktiten und Stalagmiten einen riesigen unterirdischen See wie die Kiefer eines Ungeheuers. Die Grotte ist auch mit dem Auto erreichbar, allerdings befindet sich der Parkplatz auf den Felsen über ihr und der Weg zur Höhle führt über ca. 500 Stufen hinab – und später auch wieder hinauf. 

Die Fahrt mit der Fähre kostet ca. 15 Euro pro Person, der Eintritt inklusive Führung 13 Euro pro Person.

3. Eine Fahrt mit dem kleinen grünen Zug

Von Juni bis September bummelt der Trenino Verde auf verschiedenen Strecken über Sardinien – die mit 159 Kilometern längste führt von Arbatax nach Mandas. Bei der Fahrt entlang der Küste und über felsiges Gelände fühlt man sich fast wie in einer Achterbahn. Kinder unter vier Jahren fahren kostenlos, Kinder bis zwölf Jahre für die Hälfte, Fahrräder können auf ausgewählten Strecken mitgenommen werden.

Fahrpreise und Fahrpläne für den Trenino Verde gibt es hier: www.treninoverde.com

4. Auf den Spuren von Wildpferden

Die Giara di Gesturi ist eine zwölf Kilometer lange und fünf Kilometer breite Hochebene vulkanischen Ursprungs mit steil abfallenden Hängen. Das schöne Plateau mit alten Korkeichen und Macchia beherbergt ca. 500 Cavallini della Giara, halbwild lebende Pferde, sowie Wildschweine und Wildkatzen – ein herrlicher Ort nicht nur für Pferdeliebhaber. Die Anreise mit dem Auto ist unproblematisch und vor Ort gibt es ausreichend Parkplätze.

5. Wo ein Bär den Strand bewacht

Im felsigen Norden findet ihr das Capo d’Orso, benannt nach einem riesigen, von Wind und Wetter geformten Felsen, der einem großen Bären gleicht, der auf das Meer schaut. Ein schöner Platz, um den Blick über die zerklüftete Küste zu genießen, bevor ihr weiter nach Stintino fahrt, wo euch mit La Pelosa einer der besten Strände Italiens erwartet: So etwas gibt es sonst nur in der Karibik.

6. Toben in goldgelb leuchtenden Sandbergen

Die Sanddünen von Piscinas gehören zu den höchsten Europas und sind der perfekte Ort für Kinder zum Spielen und Auspowern. Wenn der Akku leer ist, bietet sich der Strand zum Ausruhen an, was hier sehr kurzweilig ist, da ihr den Kitesurfern bei ihren waghalsigen Manövern zuschauen könnt – oder ihr blast selbst euren Schirm auf und macht mit. Der westliche Küstenabschnitt der Insel, auch bekannt als Costa Verde, ist ziemlich windig und beliebt bei Wassersportlern. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr dort einen sardischen Hirsch durch die Büsche streifen sehen oder eine der vielen Meeresschildkröten, die mehrmals pro Jahr ihre Eier am Strand ablegen.

7. Ein Strandtag in Pastelltönen

Kristallklares Wasser, eine Reihe von Buchten, blaue Klippen, die aus dem tiefen Meeresboden ragen und intensive Farben: Die Maddalena-Inseln sind ein Muss, um die Schönheiten des Tyrrhenischen Meeres zu entdecken. Die Insel Budelli ist bekannt für ihre herrliche Spiaggia rosa, ihren rosa Strand. Die überwältigende Farbe, die einen märchenhaften Kontrast zum türkisblauen Wasser bildet, kommt durch Foraminiferen und andere marine Mikroorganismen zustande, die von den Wellen zermahlen und über das Ufer verteilt werden. Tagestouren von verschiedenen Anbietern kosten ab ca. 40 Euro pro Person. Es gibt auch Charterboote, die bei einer Gruppe oder größeren Familien günstiger sein können.
Ihr merkt schon, Sardinien ist Erholung pur. Ein Beweis für die rekreative Kraft der Insel sind die überproportional vielen Sarden, die das stolze Alter von 100 Jahren erreichen. Und wenn ihr länger auf der Insel bleibt, dann erlebt ihr das vielleicht auch.
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