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New Orleans - Emerald City

Was für eie Route: Ich kam von Toronto, war in Detroit, lief beim Chicago Marathon und zog über St. Louis und Memphis  in den warmen Süden nach New Orleans, Louisiana. In Kurzform "NOLA" oder auch „N’awlins“, wie Insider die Stadt am Ende des Mississippis nennen. Es war Ende Oktober und das Voodoo-Festival lockte Tausende Besucher an. Ich war beim Hutmacher, habe Puder von Beignets gepustet und Austern an der Bar verputzt, bin durch verkleidete Menschenmengen auf der Bourbon Street getingelt und konnte mich für Jazz begeistern. Willkommen in der Emerald City.

Das richtige Dress: Der Hutmacher von New Orleans

Was mir sofort in New Orleans auffiel: Die Menschen laufen hier irgendwie mit einem anderen Style herum. New Orleans stand in seiner Historie sowohl unter spanischer, als auch französischer Flagge. Die Eindrücke beider Nationen haben sich mit Teilen afrikanischer Kulturen, die mit der Sklaverei importiert wurden, gemischt. Das spiegelt sich stilistisch auch in der Kleidung wieder. Ganz besonders angesagt sind Hüte.

In den Straßen von New Orleans lief ich also zwangsweise an einem Hutladen vorbei. „Meyer The Hatter“ (Link) ist einer der ältesten Hutläden der Welt und wird seit 1984 durch mehrere Generationen hinweg betrieben. Ich wurde gut beraten, habe zig Hüte probiert und hatte viel Spaß im Laden. Und jetzt einen Hut. When in Rome New Orleans...

French Quarter: Bourbon Street vs. Frenchmen Street

Das French Quarter ist DAS Viertel in New Orleans. Hier lief ich durch die wunderschönen Straßen mit pflanzenbehangenen Häusern und fein gestalteten Galerien. Auf Instagram findet ihr Tausende Bilder der immer gleichen Motive. Fair enough, denn es ist einfach wunderschön. Allein durch diese Gassen zu gehen, hat mir jeden Tag ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert.

  • Die Bourbon Street bei Nacht
  • Einzigartiges Flair  in NOLA
  • French Quarter mit seinen Häuser-Galerien und Bepflanzungen
  • Halloween-in-NOLA
  • St. Louis Cathedral

Am bekanntesten ist die Bourbon Street, das Herzstück des French Quarters. Und es ist die Party-Alkohol-Bar-Club-Meile schlechthin. Es ist ein bisschen wie der Ballermann Amerikas. Jedes Wochenende feiern unzählige Junggesellenabschiede in dieser Straße.

Links und rechts ist ein Club nach dem anderen. Alkohol wird an jeder Ecke ausgeschenkt – hier sehen es die Amerikaner nicht so eng, wenn auf offener Straße Daiquiris oder 24oz-Biere „on the go“ getrunken werden. Tagsüber ist es schon voll, abends wird es noch voller. Alles leuchtet und blinkt. Die Straße wird ein einziger Menschenzug, durch den ich mich hindurchschlängelte. Gruselig geschminkte Männer tanzen mit leichtbekleideten Damen am Rand. Straßentrommler wetteifern mit den brummenden Bässen der Bars. Und von den Galerien und Balkonen der Clubs prosten verkleidete Partygänger der Clubs zu.

Das 1x1 der Cuisine von New Orleans

Von Daiquiris, Beignets, Austern, Gumbos, riesigen Po’ Boys und Muffalettas

Hurricane-Cocktails-in-der-Bar

Daiquiri & Hurricane

Daiquiri ist der klassische Cocktail, der in einen übervollen Becher mit Crushed Ice serviert wird. Den Drink gibt es an jeder Ecke im Styropor-Behälter. Wer es weniger eisig, aber mit noch mehr "Umdrehungen" (Vodka, Gin, Rum und mehr...) mag, der probiert einen "Hurricane"-Cocktail in der Bar Pat O'Brien's (im Bild).

Beignets New Orleans

Beignets

Begneits (gesprochen „Benjets“) würde ich mit Kräppelchen vergleichen. Typischerweise habe ich es im vom Touristen überlaufenen „Cafe du Monde“ gegessen. Dazu gehört ein Kaffee oder Kakao. Bedeckt ist das Beignet mit Unmengen von Puderzucker. Diesen pustet man sich gegenseitig ins Gesicht. Viel Spaß dabei.

Austern

Austern

In New Orleans fließt der Mississippi in den Golf von Mexiko. Hier gibt es jede Menge Frischwasser, was ideal für Austern ist. Ich habe sie im ACME gegessen, wo ich mich draußen erst einmal anstellen musste. Lecker.

Gumbo New Orleans

Gumbo

Gumbos sind eine Art Eintopf mit Reis, serviert mit einer Riesengarnele. Ich habe es im Gumbo Shop probiert und es war ehrlich gesagt nicht so mein Fall. Vielleicht schmeckt es euch ja besser.

Po Boy New Orleans

Po‘Boys

Die kennt ihr bereits aus meinem St. Louis-Beitrag. Es ist ein französisches Baguette, normalerweise mit Meeresfrüchten belegt. Ihr könnt aber auch Alternativen bestellen. Das größte und saftigste Po’Boy habe ich bei Guy’s gegessen (Link für Google Maps), in der Magazine Street. Kostenpunkt: Etwa 18 Euro.

Muffuletta

Muffuletta

In der Nähe des French Markets sitzt der „Central Grocery and Deli“, ein Lebensmittelgeschäft eines italienischen Einwanderers. Dieser hat ein riesiges Fladenbrot mit mehreren Scheiben Schinken, Käse und einer Oliven-Salat-Paste belegt. Seitdem ist es Kult und davon bin ich mehr als satt geworden.

Von Friedhöfen und Voodoo

New Orleans ist außerdem für seine Cemeterys, also Friedhöfe, bekannt. Im Cemetery #1 liegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten. Der Schauspieler Nicholas Cage hat sich schon vorab ein kleines Mausoleum in Form einer Pyramide gesichert. Fotos könnt ihr machen, allerdings sollte aus Respekt vor den Toten damit nicht sonderlich publiziert werden. Übrigens bekommt ihr nur in einer geführten Reisegruppe Zugang zum Friedhof. Dabei erfahrt ihr auch einiges über die Geschichte New Orleans, vor allem über Voodoo.

Rue St. Ann Marie Laveau
Wohnhaus von Marie Laveau, Voodoo-Priesterin

Denn die Bedeutung von begrabenen Verwandten spielt in der afrikanischen Voodoo-Kultur eine besondere Rolle. Hierbei geht es nicht vorrangig um das Stechen und Piksen von kleinen Voodoo-Puppen, sondern um die Verbindung zu den Vorfahren. Die Voodoo-Priesterin Marie Laveau gilt als eine der einflussreichsten Personen im New Orleans des 19. Jahrhunderts. Um sich einer Strafbarkeit zu entziehen, soll sie Voodoo-Zeremonien mit Elementen des Katholisch-Christlichen Glaubens vermischt haben. Die Zeremonien wurden dann vor gut zahlenden Gläubigen abgehalten. Ihr Wohnhaus in der St. Ann Street könnt ihr noch heute von außen betrachten.

Ein Ausflug ins Grüne zum Tree of Life

Oak Tree 4 New Orleans
Typisch Louisiana: Oak Trees in den Sümpfen des Audubon Parks

Lauft ihr die Magazin Street bis zum Ende, lohnt sich der Spaziergang durch den Audubon Park. Kennt ihr die typischen Bäume, die mit dicken Stämmen in die Breite wachsen? Von den Ästen hängen die weiß-flauschigen „Girlanden“ der Äste herunter. Das sind die Oak Trees, die in Louisianas Sümpfen wachsen. Der Anblick ist einmalig. Doch nichts beschreibt den Eindruck so sehr, als wenn ihr die Bäume direkt vor euch seht. Einer der beeindruckendsten Oak Trees ist der Tree of Life im Audubon Park. Für mich ein Muss in New Orleans.

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